Fundamentrechner

Prüfe Bodenpressung, Betondruck und einfache Frosttiefen-Grenzen für rechteckige Einzelfundamente.

DraufsichtSchnitta = 100 cmb = 100 cmP = 100 kNh = 80 cm
Fundamenteingaben

Last und Baugrund

Gesamte Gebrauchslast, die in das Fundament eingeleitet wird.

Wähle für die schnelle Abschätzung die nächste vereinfachte Bodenklasse.

Geometrie

Längere Fundamentseite in der Draufsicht.

Kürzere Fundamentseite in der Draufsicht.

Dieses vereinfachte Tool nutzt den Wert als Blocktiefe und für den Frosttiefen-Check.

Material

Charakteristische Betonklasse für den Fundamentblock.

Waehle unbewehrten oder bewehrten Beton.

Örtliche Frosttiefe für den vereinfachten Tiefen-Check.

Fundament-Grundlagen

Ein Einzelfundament hat eine klare Aufgabe: Es verteilt eine konzentrierte Last in den Baugrund. Ist das Fundament zu klein, steigt die Bodenpressung und die Stütze kann sich setzen oder verdrehen.

Dieses Tool ist für frühe Plausibilitätschecks bei rechteckigen Fundamenten unter Pfosten und ähnlichen Auflagerpunkten gedacht. Du vergleichst Last, Bodenklasse, Fundamentgröße, Betonklasse und eine vereinfachte Frosttiefen-Grenze, bevor du in die Detailbemessung gehst.

Was ein Fundament leistet

Das Fundament ist der Übergang zwischen Tragwerk und Baugrund. Der Pfosten oder die Wand bringt die Last nach unten. Das Fundament verteilt diese Last auf eine größere Fläche, damit der Boden sie aufnehmen kann.

Das Bild ist einfach: Ein schwerer Schrank sinkt mit kleiner Aufstandsfläche schneller ein als mit großer. Genauso funktioniert auch das Fundament. Mehr belastete Fläche bedeutet weniger Bodenpressung.

Wo Einzelfundamente häufig vorkommen

  • Pfosten und Stützen: Holz- oder Stahlstützen für Überdachungen, Carports, Balkone und Pergolen stehen oft auf einzelnen Fundamenten.
  • Kleinere Garten- und Nebenbauwerke: Freistehende Wände, Torpfosten und schwerere Zaunelemente brauchen ebenfalls einen tragfähigen Unterbau.
  • Gerätefundamente: Wärmepumpen, Tanks und ähnliche Punktlasten brauchen eine Auflagerfläche, die sich nicht ungleichmäßig setzt.

Wichtige Fundamenttypen

  • Einzelfundament: Ein einzelnes Fundament unter einer Stütze oder einer konzentrierten Last. Diesen Fall behandelt der Rechner.
  • Streifenfundament: Ein durchgehendes Fundament unter einer Wand. Die Last wird linienförmig statt punktförmig eingeleitet.
  • Bodenplatte: Eine flächige Gründung unter dem gesamten Bauwerk. Sie wird genutzt, wenn Lasten breit verteilt sind oder der Baugrund ungünstiger ist.

Wichtige Begriffe

Bodenpressung

Die Bodenpressung ist die Last geteilt durch die belastete Fundamentfläche. Im Tool wird sie in kN/m2 angegeben.

Wenn du die Fundamentfläche vergrößerst, sinkt die Bodenpressung. Das ist der erste Hebel, wenn der Nachweis nicht passt.

Zulässige Bodenpressung

Nicht jeder Boden trägt gleich viel. Dicht gelagerter Kies ist meist robuster als weicher Lehm oder lockerer Sand.

Dieses Tool arbeitet mit vereinfachten Tabellenwerten. Wenn dir ein Bodengutachten vorliegt, sind dessen Projektwerte maßgebend.

Frosttiefe

Wenn der Gründungsbereich gefriert, kann sich der Boden ausdehnen und das Fundament anheben. Das führt leicht zu Rissen oder Schiefstellungen im Bauteil darüber.

Das Tool vergleicht die eingegebene Fundamenttiefe direkt mit einer örtlichen Frosttiefe. Das ist ein vereinfachter Check, kein vollständiger geotechnischer Frostnachweis.

Wann der Fundament-Check wichtig wird

  • Wenn das Fundament einen Pfosten trägt, der wiederum Dach-, Balkon- oder Decklasten abträgt.
  • Wenn der Baugrund weich, geschichtet, nass oder insgesamt unsicher ist.
  • Wenn die Lasten so hoch werden, dass eine Schätzung nach Gefühl nicht mehr trägt.
  • Wenn Baugenehmigung oder Prüfung eine nachvollziehbare Grundlage für die Gründung verlangen.

Typischer Ablauf auf der Baustelle

  1. Auflagerlast prüfen: Starte mit der Vertikallast aus dem Träger-, Dach- oder Pfostennachweis.
  2. Bodenklasse einschätzen: Wähle die passende vereinfachte Bodenklasse oder nutze den Wert aus dem Bodengutachten.
  3. Fundamentgröße ansetzen: Wähle Breite und Länge so, dass die Bodenpressung in einem plausiblen Bereich bleibt.
  4. Tiefe festlegen: Setze eine Fundamenttiefe, die zu Frostschutz und Bauweise passt.
  5. Betonklasse wählen: Nutze eine Klasse, die zu Exposition und Projektstandard passt.
  6. Bewehrung entscheiden: Kleine Blockfundamente können unbewehrt funktionieren. Größere oder flachere Fundamente gehen oft in Richtung Stahlbeton.
  7. Baugrube vorbereiten: Entferne lockeres Material, gleiche den Boden aus und sorge für eine saubere Unterlage.
  8. Beton sauber einbauen: Achte auf sauberen Untergrund, ausreichende Betondeckung und ordentliche Verdichtung.
  9. Vor voller Belastung aushärten lassen: Frischer Beton ist noch kein fertiges Tragwerk.

Typische Fehler, die du vermeiden solltest

  • Fundamente nur nach Erfahrung statt nach Last und Bodenpressung zu dimensionieren.
  • Auf gelockertem oder gestörtem Baugrund zu gründen.
  • Fundamentdicke und tatsächliche Gründungstiefe gleichzusetzen, obwohl beides nicht immer identisch ist.
  • Bei großen, flachen oder hoch belasteten Fundamenten auf Bewehrung zu verzichten.
  • Beton in stehendes Wasser oder auf schlecht vorbereiteten Untergrund einzubauen.

Von der Dachlast bis zur Fundamentgröße

Im Holzbau ist das Fundament meist der letzte Schritt in der Kette. Die Last kommt aus dem Tragwerk darüber, nicht aus dem Fundament selbst.

Trägerrechner

Mit dem Träger-Tool prüfst du Querschnitt, Biegung, Schub und Durchbiegung der spannenden Bauteile.

Pfostenrechner

Mit dem Pfosten-Tool prüfst du Druck und Knicken der Stütze unter dem Träger.

Fundamentrechner

Mit diesem Tool dimensionierst du das Betonfundament unter dem Pfosten und vergleichst es mit Bodenpressung, Betondruck und einfachen Tiefengrenzen.

Je sauberer dein Lastpfad, desto sauberer wird auch dein Fundamentansatz. Wenn sich Annahmen beim Träger oder Pfosten ändern, musst du das Fundament mitziehen.